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  • Gemeinsam für die Zukunft unserer Kinder

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Fortschreibung der Chronik 2006-2010

Auszüge aus den Rechenschaftsberichten des Präsidenten Eberhard Gronwald für die Zeit von 2006 bs 2010
Auszüge aus den Rechenschaftsberichten d
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Chronik des KC Bonn fortsetzung

von unserem Ehrenmitglied Clemens Honnigfort

Es wurde nach der Sommerpause 1998 intensiv über eine KIWANIS-homepage und das Internet diskutiert. Clubfreund Hermann F. Sack verwirklichte die Pläne. Jeder, der sich für den Bonner Club interessiert und die allbekannte Frage stellte, was denn Kiwanis heiße, konnte nun – wofür KF Sack rühmend gedankt wurde -  auf "www.kiwanis-deutschland.de" verwiesen werden. Wenn der Betreffende Internet-Nutzer sei, wie inzwischen die Hälfte aller Bonner Clubmitglieder, die konnten sich auch über die Homepage "www.kiwanis-bonn.de" freuen.

Auf diese elektronischen Adressen verwiesen auch bebilderte Nachrichten in der Presse über "Kiwanis-Roller und -Fahrräder für städtische Kindergärten", die den städtischen Kindertagesstätten (KiTa) in der Siemens-straße 41 und in der Gerhard-Hauptmann-Straße aus dem Erlös des Nikolaus-Marktes in Bad Godesberg übergeben wurden. Die Kinder bedankten sich nach einem ausgiebigen Test der Fahrzeuge mit Theater-stückchen und fröhlichen Liedern.

Als dann auch noch, den Zwängen des vernetzten Computer-Zeitalters folgend, die Distrikt-Convention am 10. Mai 2003 beschlossen hatte, ein elektronisches Mitgliederverzeichnis einzuführen, war es eine Frau, die als erste ihren Platz in der kurz zuvor fertig gestellten elektronischen Liste des Bonner Clubs einnahm: Frau Barbara Hopf, die am 1. März 2004 zusammen mit einer weiteren Neuaufnahme , Hans -Ulrich Arnold, die Mitgliederzahl des Clubs wieder auf 27 erhöhte.

Entstehung und Geschichte des KC Bonn

von unserem Ehrenmitglied Clemens Honnigfort

"Von dem Godesberg kommend flog“, wie der Zisterzienser-Mönch Cäsarius von Heisterbach in seinem 1220 geschriebenen Wunderbuch berichtet, "der heilige Erzengel Michael in wohlbe-kannter Gestalt mit ausgebreiteten Flügeln nach dem benachbarten Stromberge hinüber, wo der Apostelfürst Petrus in Ehren gehalten wird". Wie sich der Name "Stromberg" zum "Petersberg" wandelte, in dessen "Petersberg-Hotel" der Kiwanis Club Bonn 1966 seine Charter-Feier beging, so verwandelte sich 2003 dieser ursprünglich reine Männer-Club mit der Aufnahme der ersten Frau in einen gemischten Kiwanis-Club. Dies geschah, obwohl die Mitglieder des Männer-Clubs dies lange Zeit abgelehnt und sich für einen eigenständigen Damen-Club eingesetzt hatten. Es hatte zwar vorübergehend einen solchen Damen-Club in Bonn gegeben, doch zerfiel er, als die Damen dem Umzug der Regierung nach Berlin folgen mussten.

 

Auf dem Rhein fuhr am 19. Mai 2001 das Schiff "Petersberg" der Bonner Personen Schifffahrt am Peters-berg im Siebengebirge vorbei. Es hatte 130 fröhlich gestimmte Gäste an Bord, die das 35-jährige Bestehen des Kiwanis-Clubs in Bonn mit Tombola, Musik und einem hervorragenden Buffet feierten. Club-Präsident Jörg Franzen freute sich besonders, dass auch Kiwanier aus Aachen, Köln, Düren, Koblenz und Leverkusen unter den Teilnehmern waren und zu dem Spenden-Ergebnis von 3.000 Deutsche Mark für einen Kindergarten in Bonn-Dransdorf beigetragen hatten: Die Spende sollte den Kindern viel Spaß beim "Bällchen-Baden" machen, denn es bestand aus vielen kleinen Plastik-Bällen in einer überdimensionalen „Badewanne“.

 

Die der Festansprache des Präsidenten lauschenden Gäste schauten vom "Petersberg"-Schiff auf das hoch über den Wellen des Rheins liegende Hotel Petersberg. Dort hatte der Club 35 Jahre zuvor, am 16. Mai 1966, mit einem Festbankett und einer rauschenden Ballnacht seine Charter-Feier begangen, bei der die Clubs aus Washington und Winnipeg als Paten fungierten, ein glanzvolles Ereignis für 104 Teilnehmer. Darunter waren neben den Paten aus den USA und Kanada auch Gäste aus Belgien, Frankreich und der Schweiz sowie aus der näheren und weiteren Umgebung.

 

"Brillanten, Sekt und lila Kerzen - exklusiver Kiwanis-Club gegründet", schrieb der „Kölner Stadtanzeiger" als Schlagzeile.

 

Rote Rose und Schokoladenherz

 

"Es war einmal", so fangen nicht nur Märchen, sondern auch wahre Geschichten an.

Als die Lions-Clubs auf ihrem Treffen in Taipeh im Juli 87 mit 77-prozentiger Mehrheit beschlossen hatten, zur "Vitalisierung", wie es inoffiziell hieß, offiziell aber "im Zeichen der Gleichberechtigung" auch Frauen als Clubmitglieder aufzunehmen und Kiwanis auf der Convention 1987 in Washington ebenso beschloss, begann im Bonner Kiwanis-Club eine mehrjährige, sehr lebhafte Diskussion. 24 gegen 10 Clubmitglieder sprachen sich auf anonymen Fragebögen Mitte April 1988 dafür aus, den Herren-Club beizubehalten. Sie lehnten "gemischte" Clubs ab und sympathisierten eher mit eigenständigen Damen-Clubs, jedoch sollte es dem jeweils amtierenden Präsidenten überlassen bleiben, zu Vorträgen mehr und mehr Damen miteinzuladen. Fünf Jahre später, am 22.11.1993, bei einem Vortrag von KF Dr. Kim über eine Reise durch China, weilten zum ersten Mal die Präsidentin Sabine Maas und die Vizepräsidentin eines in Formation befindlichen Bonner Frauenclubs als Gäste bei dem Männerclub und berichteten über das Werden ihres Clubs. Es gab Zusicherungen über gute Zusammenarbeit: KF Hirschfelder sollte dem Frauen-Club mit Rat und Tat helfen.

 

In den Distrikt-Nachrichten vom Mai 1994 konnte man lesen: "Gerade vor einem Jahr gegründet hat der KC Bonn-Frauenclub schon die erste Charity durchgeführt. Clubmitglied Opernsängerin Edith Krupp gab einen Liederabend zu Gunsten der Initiative Lighthouse der Aidshilfe Bonn. Die Interpretin spendete ihre Gage; der 200 Personen fassende Konzertsaal des Maritim-Hotels in Bonn wurde vom Hoteldirektor, unserem KF Dieter Struzyna, kostenlos zur Verfügung gestellt. So konnte in der Pause der Vertreterin der Bonner Aidshilfe ein Scheck über 5.000 DM, den Erlös der Abendkasse unter Aufrundung durch die Clubkasse des KC Bonn, überreicht werden." (Die ungenannte Aufrundung betrug - nebenbei bemerkt - 800 DM.)

 

Der Benefiz-Abend der beiden Bonner Kiwanis-Clubs am 14.11.94 mit der temperamentvollen niederlän­dischen Künstlerin Marjol Flore, angekündigt mit dem Slogan "Champagner in der Stimme", war wiederum ein voller Erfolg.

 

Dann kam das Ende: Beim Treffen des Männer-Clubs am 13.2.95 berichtete Lt.Gov. Ernst-Dieter Thomé, dass der erste in Formation befindliche Frauenclub in Bonn sich mit der Begründung wieder aufgelöst habe, viele Club-Freundinnen müssten in Kürze nach Berlin übersiedeln und damit müsse der Club auseinandergehen. Das wurde sehr bedauert, doch in der Diskussion darüber, ob nun der Männerclub eventuell in Bonn verbleibende "Reste" des Frauenclubs aufnehmen solle und so zu einem gemischten Club werde, sprachen sich zwar etliche Clubfreunde dafür aus, zumal Thomé von seinem gemischten Club in Koblenz nur Gutes zu berichten wusste, doch die ablehnende Mehrheit blieb hart.

 

Das war einmal. Wie fernes Donnergrollen auf ein kommendes Gewitter aufmerksam macht, so kündigte sich im Februar 2002 ein Umbruch im Denken der Bonner Kiwanis-Mitglieder an: Auf eine Frage des Präsidenten KF Dieter Lieser sprach sich die Mehrheit grundsätzlich für einen Beitritt von Frauen zum Club aus. Der Präsident meinte, das sei momentan nicht aktuell, werde aber zu gegebener Zeit aufgegriffen.

Diese "gegebene" Zeit kam: Club-Sekretär KF Götz Sperling teilte am 23. Juni 2003 mit, es sei beabsichtigt, Frau Ingrid Blumenthal, deren Mann Mitglied im KC Lübeck bleiben wolle, das Einverständnis der Mitglieder vorausgesetzt, beim ersten Clubabend nach der Sommerpause am 08.09.03 aufzunehmen.

So geschah es und sie dankte jedem Anwesenden mit einer roten Rose und einem schmackhaften Marzipan-Herz.

 

Ein verwirrendes Geheimnis

 

Der Name "Kiwanis" blieb lange Zeit ein Wort mit einem unbekannten, geheimnisvollen Inhalt, geradezu eine rätselhafte Bezeichnung. Allan Brown in Detroit (Michigan/USA) hatte im Dezember 1914 mit Freunden eine "gemeinnützige Bruderschaft" gebildet, die am 21. Januar 1915 unter dem indianischen Namen "Kiwanis Club" in das Markenregister eintragen wurde. 1962 beschloss eine Convention des Clubs in Toronto, die bisher auf USA und Kanada beschränkte Kiwanis-Idee auszubreiten und im gleichen Jahr entstanden Gründungsgruppen in Wien und Basel; am 28. Februar 1963 konnte der erste Kiwanis-Club Europas in Wien organisiert werden, bald darauf auch in Zürich und Frankfurt.

 

Kurios war nur, dass niemand zugab, nicht zu wissen, was denn "Kiwanis" heiße. Als angebliche Übersetzungen wurden "Entfaltung und Persönlichkeit" angeboten oder edle griechische und lateinische Sinnsprüche zitiert, vor allem die Inschrift auf dem Apollo-Tempel in Delphi "Erkenne dich selbst".

So stand in einer kleinen Werbeschrift des Bonner Clubs (einem Faltblatt von Kiwanis Europa in Zürich entnommen), Kiwanis bedeute in der Sprache der bei Detroit wohnenden Otchipew-Indianer „Kee-Wan-nis = "Wir handeln gerne, wir finden Freude daran unsere Talente zu teilen" und entspreche damit dem griechischen Leitsatz "Erkenne dich selbst".

 

In der Sprache der Dakota-Indianer sei "Kiwanis" das "Wiedererwachen der Natur nach dem Winterschlaf", hieß es in der Deutung eines selbsternannten Experten. Es gab sogar die irrwitzige Deutung, dass "Kiwa" ein unterirdischer Zeremonien-Raum sei, wo sich Indianer nach einem Kampf zur "Selbstbesinnung" (?!) treffen würden. Die Bedeutung von "nis" fehlte.

 

Ein verwirrendes Geheimnis und Deutungen über Deutungen - eine noch kurioser als die andere, selbst aus amerikanischen offiziellen Club-Veröffentlichungen und Wörterbüchern einiger Indianersprachen war der korrekte Sinn nicht zu erfahren, bis es dem Düsseldorfer Club-Freund Wündrich zuviel wurde und er die Indianologen Prof. Pinnow in Berlin und Wohlfahrt in Manitoba (Kanada) um Hilfe bat. Das Ergebnis veröffentlichte der Bonner Club in der 101. Ausgabe des 12. Jahrgangs der Distriktsnach­richten von Dez. 1983 in einem umfangreichen Artikel, wonach die Deutung des Namens besagt, dass man gern etwas tut und Freude daran findet, was Aufsehen macht und gleichzeitig auch anderen und sich selbst Freude bereitet.

 

In einer KI-Veröffentlichung aus dem Jahre 1949 „The widening path“ (Chicago, 1. Auflage) ist zu lesen: Kee-Wan-nis ist eine Wortkombination aus der indianischen Sprache (Otchipew-Stamm) und bedeutet: „Wir handeln gern, wir finden Freude daran unsere Talente zu teilen“.

 

So seltsam die Suche nach dem Sinn des Namens anmutet, so seltsam ist auch die nun schon langjährige Tatsache, dass das Ruhrgebiet bislang ein weißer Fleck auf der "Karte der Kiwanis-Existenz" geblieben ist, worauf der Governor Dieter Kraus im Oktober 1998 hinwies und 21 Städte nannte, in denen es noch keinen Kiwanis-Club gibt. Auch 2003 blieb das Gebiet zwischen den Clubs Duisburg, Düsseldorf, Ruhr und den Clubs in Hannover, Springe und Kassel "weiß und Club-los" und Krause nannte es "unerklärlich", dass ausgerechnet dort in den letzten 30 Jahren keine Club-Gründung erfolgt ist.

Manches wird eben, wie es in den Distriktnachrichten von 1983 hieß, ein "verwirrendes Geheimnis" bleiben.

 

Der siebte bekam kein Amt

 

"Am 28. März 1966 wurde der Kiwanis-Club Bonn gegründet", steht in den Akten von Kiwanis International. Anfang Oktober 1964 hatte der damalige Geschäftsführer des Wirtschaftsring e.V., Generalkonsul Dr. Schutz, vor Freunden einen solchen Club angeregt: es fanden sich sieben Gleichgesinnte, die am 12. April 1965 im Hotel "Königshof" in Bonn den Club gründeten und sich - bis auf einen - in den Vorstand wählten:

 

Präsident: Generalkonsul Dr. Karl Schutz,

1. Vizepräsident und Sekretär: Hans Pakleppa,

2. Vizepräsident: Notker Küng,

3. Vizepräsident: Erich Haeusser und Schatzmeister: Peter Wilhelm Waldeck;

ein weiteres Vorstandsmitglied wurde der Ingenieur Peter Clemens.

 

 

Diese sechs und der siebte Mitgründer Klaus Otto Skibowski, der kein Amt erhalten hatte, unterschrieben das Protokoll der Gründung.

 

Am 31. Januar 1966 versammelten sich bereits 25 Personen bei einem Club-Treffen. Beim 15-Jahre-Jubiläum 1981 gehörten sieben von ihnen noch dem Club an, darunter noch zwei Gründungsmitglieder: Helmuth Dolff, Leo Ernesti, Wolf Jeromin, Notker Küng, Hans Pakleppa, Friedhelm Rentrop und Wolfgang Schultze. Die Anerkennung als "Club in Formation" folgte am 2. März 1966. Die offizielle Geburtsstunde als zweiter deutscher Kiwanis-Club feierten die Bonner Mitglieder am 28. März 1966 mit der Anerkennung der Statuten.

Es waren: Peter Wilhelm Waldeck, Bonn - Leo Ernesti, Troisdorf - Wolf Jeromin, Köln - Notker Küng, Köln - Cyril von Thiesenhausen, Köln - Friedhelm Rentrop, Bad Godesberg - Hans Pakleppa, Bonn - Dr. Werner Meding, Köln - Gerhard Georg Mertins, Beuel - Rolf Bringmann, Bonn - Erich Haeusser, Bonn - Dr. Gunther Kohlmann, Köln - Wilhelm Schiffer, Lank am Niederrhein - Klaus Skibowski, Beuel - Wolfgang Teuscher, Köln - Peter Tetzlaff, Delling Bez. Köln - Dieter Schwarz, Neuß/Rhein - Dr. Karl Schutz, Bonn - Peter Clemens, Bonn - Hans-Josef Hahn, Köln - Joachim Nortmann, Düsseldorf - Wolfgang Schultze, Köln - Helmuth Dolff, Königswinter und Dr. B. Krajewski, Hürth-Hermühlheim.

 

Die Übergabe der Charter-Urkunde am 16. Mai 1966 sollte nach Meinung der inzwischen schon 33 Mitglieder gute Reklame machen. Club-Sekretär, KF Hans-Josef Hahn, ein Werbefachmann, teilte der Presse mit, Präsident sei Generalkonsul Dr. Karl Schutz in Bonn, Geschäftsführer des Wirtschaftsrings, sowie Mitinhaber und Vorstand eines Chemie-Werkes. Dem Vorstand gehörten darüber hinaus an:

 

Major Ernesti, Chef des Ministerbüros im Bundesverteidigungsministerium;

Direktor W. Meding, Geschäftsführer der Farbwerke Franz Rasquin in Köln;

Dipl.-Kfm. H. Pakleppa, Geschäftsführer der Karl-Duisberg-Gesellschaft;

W. Teuscher, Leiter der Sektion Afrika, Deutsche Welle in Köln;

Peter Waldeck, vereidigter Buchprüfer und Steuerberater in Bonn;

Dipl.-Kfm., Dipl.-Volkswirt Hahn, Inhaber der Werbeagentur Hahn in Köln.

 

Tee aus Taipeh - zweimal verschwand eine Glocke

 

Wie in jedem Verein üblich normalisierte sich das Clubleben nur langsam: Mitglieder schieden aus, neue kamen. Es gab viele Bemühungen, ein Veranstaltungsprofil zu entwickeln, Service-Projekte durchzuführen und vor allem die Präsenz der Mitglieder zu verstetigen.

Die Präsenz ist ein immerwährendes Thema im Club geblieben. Es wurde sogar einmal darüber diskutiert, wie es wohl komme, dass 16 Clubfreunde eine Präsenz von nur 50 Prozent erreichten, vier dagegen von 100 Prozent.

Als nach dem Besuch einer Alexander-von-Humboldt-Ausstellung im Oktober 1999 Präsident Jörg Franzen fragte, ob Humboldt angesichts seiner vorbildhaften Kontaktfreudigkeit (circa 50.000 Briefe geschrieben) und seines sozialen Engagements (Gründer der ersten Berufsschule) ein guter Kiwanier gewesen wäre, kam nach vielen Lobsprüchen das Dictum "Niemals", dem die Begründung folgte: "Er wäre wegen ständiger Nicht-Präsenz ausgeschlossen worden".

 

Es gab 75 Vorträge vom Gründungsjahr bis 1970; die Möglichkeiten Bonns als Stadt des Bundestages und der Diplomaten wurden zu Vorträgen ausgenutzt, aber vor allem Berichte der Kiwanis-Freunde aus ihren beruflichen Bereichen fanden besonderes Interesse. Doch kam die Geselligkeit nicht zu kurz, denn der Club war zwar ein Herrenclub, wollte sich aber nicht "Damen-feindlich" benehmen: So wurde der Beginn von Veranstaltungen mit Damen auf 20 Uhr verschoben, damit, wie es in der Begründung hieß, "die Baby-Sitter noch in ihre verantwortungsvolle Aufgabe eingewiesen werden können" und "damit unsere Frauen nicht gar zu abgehetzt ins Auto steigen müssen".

Und so wurden Spargel- und Martinsgans-Essen zur Tradition, die einmal von einem Jagdessen mit einem Bläser-Chor der Jäger unterbrochen wurde.

 

Eine Flut von Briefen "überschwemmte" anfangs den jungen Bonner Club: Immer mehr Clubs in den USA wollten offenbar den Bonnern ihre Verbundenheit in der weltweiten Kiwanis-Familie demonstrieren und schickten Neujahrsgrüße mit Berichten über Aktivitäten und dem Wunsch, bald auch einen Bonner Bericht zu erhalten. Ein Club in Tokio schickte Broschüren in japanischer Sprache; ein Club in Taipeh wollte Tee verkaufen; alle österreichischen Clubs sandten ihre Rundbriefe; aus den westlichen Nachbarländern kamen sehr viele Einladungen zu Charterfeiern.

Die Bonner Club-Sekretäre dankten und antworteten unverdrossen, bis es ihnen zuviel wurde und sie der Clubkasse darüber hinaus das Porto ersparen wollten.

 

Eine der als Geschenke bei der Charter-Feier auf dem Petersberg überreichten Tischglocken wurde von Freunden des KC Basel "entwendet", um ein Lösegeld zu erpressen. Sie sorgten dafür, dass sich die Spur im Dunklen verlor; am 15. September 1972 (offenbar war jetzt erst nach sechs Jahren der Aufenthaltsort der Glocke "entdeckt" worden) zahlte ein Bonner Club-Beauftragter bei einem Besuch in Basel ein "trinkbares Lösegeld" für die Glocke.

Angeregt durch einen Hinweis auf diesen "Glockenraub" im Festvortrag beim 20-jährigen Club-Jubiläum in Bonn "raubte" der im Gefolge des Lt. Governors Hans Servais teilnehmende Präsident des Kiwa-Junior-Clubs Aachen unbemerkt diese Glocke erneut. Er gestand am 7. Juni desselben Jahres seinem Aachener Club diese Missetat. Die Glocke wurde später vom Bonner Präsidenten Steinweg mit einer Flasche Sekt ausgelöst. In Aachen aber wird die Club-Glocke seitdem und nach vielen bösen Erfahrungen mit "raubsüchtigen" belgischen und holländischen Freunden mit einer langen Kette und einem dicken Schloss an den Tisch angekettet.

Der Kiwanis-Club Bonn im Sommer 1976 unter der Präsidentschaft von KF Hans Pakleppa

(von links: Heinrich Töpfer, Dr. Fred Stahl, Dr. Albert Lewalder, Alfred Martin, Hans Pakleppa, Herr Volk, Wolf Jeromin, Kurt Kallenberg, Helmut Dolff, Alfred Frey, Prof. Dr. Karl Sellier, Herr Höffken, Herr Wirtz)

Erdbeben und rühmenswerte Hilfsprojekte

 

Kiwanis hat in seinen internationalen und regionalen Zusammenschlüssen rühmenswerte Hilfsprojekte durchgeführt, darunter das weltweite Jod-Projekt. Für dieses Projekt spendete jedes Club-Mitglied drei Jahre lang einen bestimmten Geldbetrag. So sollten Krankheiten aus Mangel an Jod, z.B. den Kropf, ausgerottet werden. Auf regionaler Basis steht an erster Stelle der Ausbau des alten Bauernhauses Eichhof bei Much zu einem Behinderten-Heim. Hierfür wurden rund 450.000 Euro veranschlagt. Alle Clubs der Division 11 – Rhein-Eifel – beteiligten sich mit einer namhaften Spende, der Bonner Club trug 1.500 Euro dazu bei.

 

Langweilig wäre ein Register aller seit 1966 gespendeten internationalen und nationalen Beträge des Clubs. Für das einzelne Club-Mitglied ist die direkte Hilfe für Mitmenschen in der Bonner Nachbarschaft interes­santer, zumal sie auch der eigenen Werbung um neue Mitglieder dient. Wichtig vor allem waren in den ersten Jahren der Club-Existenz: Spielzeug-Sammlungen für Bonner Waisenhäuser, Musikinstrumente für Bonner Schulen, Heilbehandlung vietnamesischer Kinder in Bonner Krankenhäusern, Finanzhilfe für die Aktion "Weihnachtslicht" in Bonn oder die Schaffung eines Kinderspielplatzes im Bonner Hofgarten. Letzterer erforderte alleine einen Finanzierungsbedarf von 8.000 DM, den die Bonner Kiwanier aufbrachten.

 

Wenn man noch die Finanzhilfen für die Aktionen Gemeinsinn und Amnesty International, Spenden für eine Indio-Schule in Guatemala, internationale Hilfen für behinderte Kinder oder Geld für Hochwasser-Geschä­digte in Ostpakistan, Geldspenden für die Verbesserung der Ernährung der Indios in Panama und Finanz­hilfen für die Opfer von Erdbeben und Überschwemmungen in aller Welt hinzurechnet, kommt man auf beachtliche Summen; die Charity-Aktivitäten beliefen sich zum Beispiel im Jahre 2002 auf 10.000 Euro.

 

Ein norditalienisches Erdbeben verursachte bei dem Club eine finanzielles Erdbeben: Der Club feierte aus Anlass des zehnjährigen Bestehens im Dezember 1976 seinen dritten Ball, einen Wohltätigkeitsball für Erdbebenopfer in Friaul, denen er in Erwartung eines großen Überschusses schon 2.500 DM vorab über-wiesen hatte. Doch es gab bei 5.280 DM Einnahmen nur einen Überschuss von 589,56 DM, so dass die Clubmitglieder dieses Defizit mit zusätzlichen Spenden ausgleichen mussten. Es war der letzte Ball des Clubs.

 

Vor allem die Clubfreunde Frey und Wirtz widmeten sich 1977 der Betreuung von Spätaussiedlern aus Polen und Russland bei Wohnungs- und Arbeitssuche. Doch die Unterstützung z. B. mit Nähmaschinen und Kühlschränken blieb einmalig, da es sich als unmöglich erwies, eine ständige Betreuung zu realisieren.

 

Die Christophorus-Schule erhielt Orffsche Musikinstrumente im Werte von 2.300 DM. Als die Schule die Instrumente nicht mehr brauchte, wurden sie, zusammen mit einer Spende von 250 DM, an eine Behindertenschule in St. Augustin weitergeleitet.

 

1979 erhielt das Deutsche Rote Kreuz 5.000 DM zur Hilfe für mehrfach behinderte Kinder und 5.000 DM für die Vietnam-Hilfe.

 

Präsident Hommen überreichte 1982 der Benediktiner-Nonne Irmengard Schönen aus Tutzing den Erlös aus dem Verkauf von Weihnachtskarten in Höhe von 4.589,64 DM für das Lepra-Hospital in Ndanda in Tansania. Der Orden, der einige Jahre vorher schon einmal 1.000 DM erhalten hatte, dankte mit afrikanischen Holz­plastiken, die nach einem Spargel-Essen vom Clubfreund Decker mit staunenswert listiger Beredsamkeit versteigert wurden, was weitere 450 DM für das Hospital erbrachte.

 

Zur Förderung eines „integrierten Schulunterrichts" übergab am 19. Jan. 1983 Präsident Gerlach je 5.000 DM dem Kölner Institut für psychosoziale Entwicklung und der von-Bodelschwingh-Schule in Bonn-Friesdorf, die behinderte Kinder zusammen mit unbehinderten Kindern unterrichtet. Auch diese Schule erhielt Orffsche Musikinstrumente.

 

Zwischen dem Kinderkrankenhaus in St. Augustin und der Kinderklinik der Bonner Universität musste bei der Vergabe von 5.000 DM entschieden werden. Nach intensiver Prüfung erhielt die Uni-Klinik den Zuschlag für ein Gerät zur Behandlung von Säuglingen, die an Mukoviszidose, einer Erkrankung der Schleim bildenden Drüsen leiden. Die mit der Geldübergabe betrauten Club-Mitglieder Karl-Heinz Zechner, Alfred Martin und Claus-Peter Müller (drei Jahre Sekretär und sieben Jahre Schatzmeister) erlebten mit großem Staunen, dass damit dem Pflegepersonal eine geradezu persönliche Freude gemacht wurde.

Das Kinderherzzentrum in St. Augustin und der Verein der Aphasiker wurden im nächsten Jahr mit den gleichen Summen bedacht.

 

Rollstühle und "Kinder im Käfig"

 

Mitte November 1990 übergab der Club vier von KF Zechner ausgewählten Bonner Altenheimen zehn Rollstühle. Zu seinem Geburtstag hatte Clubfreund Dr. Albert Lewalder anstelle von Geschenken eine Charity-Aktion "Rollstühle für Altersheime" gestartet, die 5.130 DM erbrachte. Er bedankte sich für diese großzügigen Spenden mit einem Theater-Abend im Bonner "Central", dem kleinsten Theater Europas. KF Heinrich Töpfer folgte an seinem Geburtstag diesem Beispiel. Die mit den Rollstühlen bedachten 60 Insassen der Altenheime Vinzenzhaus und Haus am Redoutenpark in Bad Godesberg, Perthes-Heim in Bonn und Adelheidisstift in Villich waren ein Jahr später Gäste eines Adventkaffees im Hotel Maritim, den KF Dr. Kim angeregt und Präsident Struzyna charmant gestaltet hatten. Aus den Erzählungen der Gäste ging hervor, dass die Rollstühle viel Freude bereitet hatten.

 

Vertreter des Clubs Ruhr berichteten am 11.4.94 über ihre geplante Aktion "Kinder im Käfig", womit ein bereits umgebautes Schiff bezahlt und als "schwimmender Kinderhort" für die von Rhein-Schiffern bei gutem Wetter in einem großen "Käfig" auf dem Deck ihrer Schiffe sorgsam verwahrten Kleinkinder eingerichtet werden soll. Der Bonner Club lehnte eine Beteiligung ab, da die angeblich benötigte Anschub-Finanzierung von 35.000 DM lückenhaft kalkuliert erschien und in den Folgekosten nicht übersehbar war.

 

Die Wolken "brachen" und die Nebenflüsse von Moldau und Elbe schwollen an; für die kinderreichen Flutopfer in Heidenau/Sachsen, einer Partnerstadt von Troisdorf, wo Präsident Dieter Lieser wohnt, war eine Kiwanis-Spende vom September 2002 in Höhe von 4.500 Euro bestimmt.

 

Im Jahre 2001 wurde durch Präsident Jörg Franzen die inzwischen zur Tradition gewordene Serie der Benefizkonzerte mit der Bonner Bach-Gemeinschaft ins Leben gerufen. Das Konzert fand eine Woche nach dem 11. September statt, und daher widmete der Präsident in seiner Ansprache die Aufführung von Rossinis "Petite Messe Solenelle" den Opfern des Anschlages. Die kostenlose Bereitstellung des Beethovensaales durch das von Clubfreund Struzyna geleitete Maritim-Hotel, die Übernahme der Werbungskosten durch die Papier-Firma Zanders und der Verzicht der Chor-Mitglieder auf Gage erbrachten einen Erlös von ca. 6.000 DM, der - wie auch im folgen­den Jahr - an "Die Kinderinsel" des Diakonischen Werks ging, die sich um Kinder aus geschiedenen Ehen kümmert. Der Bonner General Anzeiger nannte die Spende einen "warmen Regen"; für das Konzert hatte der Club auf einem Begegnungsfest der Stadt Bonn am 31. August in der Rheinaue aktiv geworben.

 

Und auch das dritte Benefizkonzert Ende September 2003, das zusätzlich einen "Abstecher" nach Sinzig machte, war ein Erfolg: Es ergab 4000 Euro als Finanzierungshilfe für einen Brennofen in der Töpfer-Werkstatt der Johannes-Schule.

 

Weitere Konzerte in den Folgejahren waren dank der unermüdlichen und herausragenden Organisations­tätigkeiten unseres "Clubchairman Benefizkonzerte", KF Götz Sperling, nicht minder erfolgreich.

 

Verpackung gewechselt

 

Während die ersten fünf Jahre dem Aufbau und der Gestaltung des Bonner Clubs dienten, ging es in der zweiten Fünf-Jahres-Periode um die Konsolidierung und die Gewinnung neuer Mitglieder. Der damalige Präsident Dr. Albert Lewalder (für das Amtsjahr 1969/70 wiedergewählt) führte dem Club viele neue Freunde zu und die Entwicklung war so erfreulich, dass in einer Sitzung des Vorstandes am 2.3.70 sogar eine Clubgründung im "Nachbarort" Köln angeregt wurde.

 

Am 26.1.1970 hatte der Club sozusagen seine "Verpackung" geändert und war vom Hotel Königshof zum Steigenberger Hotel gewechselt. Hier hielt Clubfreund Dr. Fred Stahl den ersten Vortrag ausgerechnet über das Thema "Verpackung - ihre Funktion und Problematik". Doch der Club empfand diesen Wechsel nicht als problematisch: Hoteldirektor Arno Kuhnt, unter dem Pseudonym Kuno Arndt Autor mehrerer Bücher über sein Fachgebiet, sorgte dafür, dass seine Clubfreunde sich schnell heimisch fühlten.

 

Präsident Joachim Wahlig (1972/73) nahm die Bemühungen, in Köln einen Club zu gründen, wieder auf und der Bonner Club organisierte ein Gründungstreffen im Hotel Intercontinental. Erst in die Zeit der Präsident-schaft von Friedhelm Rentrop 1973/74 fielen die Kölner Organisationsfeier und die des Clubs Nordeifel.

 

Im März 2000 hatte das Hotel Maritim keine Räume für den Club mehr zur Verfügung und so zog der Club in das Restaurant Caesareo in Bad Honnef. Hier hatte Clubfreund Hans-Peter Romberg eine Verkostung ausgezeichneter spanischer Weine zusammen mit einem leckeren Abendessen organisiert. Vierzehn Tage später ging es in Bad Neuenahr um „Vermögen und Sparen“, wohin Sekretär Rudolf Frey von der Deutschen Bank eingeladen hatte. Am 26. Juni hatte der Club wiederum kein Asyl und musste nach Rhöndorf in das Restaurant "Zur alten Kapelle" zu einem Plauder-Meeting ausweichen.

 

Das traditionelle Spargel-Essen am 11. Juni 2002 im "Schaumburger Hof" in Plittersdorf hatte nicht nur eine gute Aussicht auf den Rhein, sondern auch drei Anlässe zum Feiern: Vizepräsident Jörg Franzen wurde 66 Jahre alt, KF Dr. Manfred Wellenbeck vollendete sein 60tes Lebensjahr und KF Dirk Lieser war zum Oberre-gierungsrat befördert worden.

 

Über die UNICEF-Partnerschaft mit der Stadt Bonn und Projekte (Bildungsprogramm in Bolivien, verwaiste Heimkinder in Weißrußland und sauberes Wasser in den Schulen in Turkmenistan) berichtete im Oktober 2002 Frau Marianne Schütterle. Ende November erfuhr der Club von Norbert Stark, welche enormen Aufwendungen in Deutschland gemacht werden, um "unseren eigentlichen Lebenssaft, das Wasser", von Verunreinigungen zu verschonen.

Ein Test, bei dem Leitungswasser von Tafelwasser zu unterscheiden war, wurde mehrheitlich bestanden, was kein Wunder war. Hatten doch viele Clubfreunde auf Einladung von KF Rudolf Fey beim Erwerb eines Bier-Experten-Diploms im Rheinbacher Brauhaus vierzehn Tage vorher feine Geschmacksnerven gezeigt. Bei dieser Bier-Experten-Prüfung wurde nach längerer Abwesenheit mit großem „Hallo“ KF Dietrich Gerlach begrüßt, der nach Potsdam ausgewandert war, eine Spätfolge des Beschlusses der Bundesregierung den Regierungssitz von Bonn nach Berlin zu verlagern. KF Gerlach verabschiedete sich am 17. Febr.2001 mit einem charmanten Gastabend in seinem Haus in Rheinbach.

 

Unter der Überschrift "Ein Bonner in Berlin" berichtete dann am 26. März Club-Freund Hermann Sack sehr unterhaltsam über unterschiedliche Berlin-Bonner Mentalitäten, aber auch über Gemeinsamkeiten, wie z. B. den Berliner Rosenmontagszug.

 

Ehrung der toten Clubfreunde

 

Am 30. Juli 70 starb das Clubmitglied Dr. med. Ulrich Blömer, den Präsident Dr. Albert Lewalder in einem Nachruf als einen Menschen würdigte, "dessen Geist und hochherziges Wesen wir besonders zu schätzen wussten".

Es war viel Trauer im Club: Conrad Ahlers, der im März 1980 Intendant des 2003 von Köln nach Bonn umgezogenen Senders "Deutsche Welle" wurde, starb am 19.12.80. Eine Woche vorher, am 12.12., war der Clubfreund Walter Bröhl spurlos verschwunden und wurde lange Zeit später als Leiche im Rhein gefunden. Am 1. Juli 1981 starb Clubfreund Dr. Adolf Herrnbrodt.

Im November 1983 trauerte der Club um das im Alter von 54 Jahren verstorbenen Club-Gründungsmitgliedes KF Helmuth Dolff, Direktor des deutschen Volkshochschul-Verbandes. "Du bleibst in unseren Herzen", hieß es in der Todesanzeige des am 19. Juli 1988 verstorbenen Clubfreundes Raimar Höffken, der auch als Notar für den Club tätig war.

 

Im Oktober 1985 verstarb, was seine Freunde tief betroffen machte, unter tragischen Umständen KF Joachim Andrae, der acht Jahre lang die Programme des Clubs gestaltet hatte. 1990 war ein weiteres Jahr der Traurigkeit: Sehr betroffen reagierten alle Freunde, als vier Wochen vor der Amtsübergabe der im 6. Amtsjahr tätige Schatzmeister Erwin Müller in seinem Ferienort starb; die Betroffenheit steigerte sich noch, als kurze Zeit später, am 23.11.1990, ebenso plötzlich und auch ohne jede Vorwarnung durch Anzeichen einer Krankheit Club-Präsident Gerhard Krüger starb. KF Heinrich Töpfer, von 1978 bis 1981 Schatzmeister des Clubs, verstarb am 29.Juni 1995 im 80. Lebensjahr. "Wir alle verlieren einen guten Freund", hieß es im Nachruf des Clubs. KF Prof. Dr. Karl Sellier starb am 15.April 1997. In den Club-Nachrichten hieß es: "Er hat dem Club viele Jahre als Präsident und Sekretär, aber auch mit wissenschaftlichen Vorträgen wertvolle Dienste geleistet. Sein Tod reißt eine große Lücke."

Club-Freund Wolfgang F. Schultze, der nach seiner Tätigkeit in Köln in Frankfurt lebte und persönlich nur langjährigen Clubmitgliedern bekannt war, sich aber immer noch für das Ergehen des Bonner Clubs interessierte, starb am 3. April 1998. Er gehörte zu den Mitgliedern, die am 28. März 1966 die offizielle Geburtsstunde des Bonner Clubs erlebten. KF Dr. Albert Lewalder starb am 25. Juni 2003. "Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren“, hieß es in der Traueranzeige des Clubs.

 

Ein Rekord: 120 Zuhörer bei einem Vortrag

 

Zum ersten Mal stellte der Bonner Club für das Amtsjahr 1970/71 mit KF Friedhelm Rentrop den Lt. Governor für Deutschland-West. Ihm folgte im nächsten Amtsjahr der Bonner Club-Freund Helmuth Dolff und als dritter Lt. Governor wurde am 6.5.1972 auf der Distriktsversammlung in Innsbruck wiederum ein Bonner gewählt, KF Dr. Fred Stahl. KF Dietrich Gross übernahm das Amt für 1999/2000, Clubeigener Rekord-Inhaber war aber KF Alfred Martin, der zwei Amtsperioden 1979 - 81 Lt. Governor war.

 

KF Dr. Fred Stahl hält als Club-Präsident 1971/72 einen Rekord: Er konnte seinen Doktorvater Alt-Bundeskanzler Prof. Dr. Ludwig Erhard für einen Vortrag "Wandlung oder Umbruch der gesellschaftlichen Ordnung" gewinnen, dem 120 Personen zuhörten.

Diese Zuhörerzahl bei einer Club-Veranstaltung blieb einmalig und nicht überbietbar, auch nicht am 26.1.2004, als der von Clubfreund Decker als Referent geworbene ehemalige Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher vor 90 Teilnehmern einen Vortrag über "Europa in einer neuen Weltordnung" hielt.

 

Auf der Europa-Convention am 9.6.72 in Mailand schlossen die drei Bonner Teilnehmer zahlreiche Kontakte, so auch mit Franz Hochradner, der 1975 für die Charter seines Clubs in Hallein den Bonner Club zum Paten nahm und später Bonner Ehrenmitglied wurde.

 

Die Patenschaft der neu entstehenden Clubs in Essen, Hamburg und Düsseldorf zu übernehmen, hatte der Club-Vorstand am 26. September 1966 beschlossen. Es blieb aber bei "eingeschlafenen Füßen". 2003 wurde dem Bonner Club eine neue Patenschaft angetragen: In Opole/ Polen, dem früheren schlesischen Oppeln, sollte ein Kiwanis-Club gegründet werden. Da die Stadt Bonn selbst schon eine Städtepartnerschaft mit dieser polnischen Stadt unterhält, wurde selbstverständlich diesem Wunsch einhellig zugestimmt. Schon Ende Oktober 91 hatte Clubfreund Dietrich Gross über die Entstehung des deutsch-polnischen Jugendwerkes berichtet, woran er maßgeblich beteiligt war

 

Auf Anregung von KF Hans Pakleppa, der vier Jahre Club-Sekretär und ab 1974 zwei Jahre Präsident war, übernahm unser Club für den Nigerianer Ishola Adewale Adesanya die Kosten für seine überaus erfolgreiche Ausbildung an der Glasfachschule in Rheinbach und auch die für die hervorragend bestandene Meister-Prüfung. Bei einem Empfang der Karl-Duisberg-Gesellschaft, für die KF Hans Pakleppa tätig war, überreichte der neue nigerianische Meister dem deutschen Bundespräsidenten Walter Scheel einen Pokal mit eingraviertem Scheel-Porträt. Der Bundespräsident, der den Pokal während des ganzen Empfangs nicht aus der Hand gab, meinte, ihm sei schon lange nicht mehr ein solch originelles und persönliches Geschenk überreicht worden.

 

Beim 9. Jahreskongress von Kiwanis International in Luzern am 11.6.76 war der Bonner Club mit acht Mitgliedern vertreten. KF Dr. Albert Lewalder berichtete, er sei von Franz Hochradner gefragt worden, ob Bonn das Distriktstreffen 1977 ausrichten könne. Im Dezember bekam der neue Präsident Alfred Martin den Bescheid: Der Vorstand hatte für Bonn votiert.

 

 

Ehrenmitglieder und Oppeln-Patenschaft

 

Bevor die Distriktsversammlung vom 13. bis 15. Mai 1977 in Bonn über die Bühne ging, wurde dem Antrag von KF Dr. Fred Stahl entsprochen, Franz Hochradner, der Bonn 1975 die Patenschaft über seinen Club in Hallein übertragen hatte, nun zum bisher einzigen Ehrenmitglied des Clubs zu ernennen.

 

Für die Vorbereitung des Distriktstreffens hatte der Bonner Club, dessen Mitgliedszahl 1977 von 38 auf 42 gestiegen war, viel Arbeit und Mühe investiert. Das Urteil danach fiel unterschiedlich aus, offensichtlich jedoch ohne Kenntnis der Umstände: Der Bonner Club war überrascht, dass zum Anmeldeschluss lediglich 20 Meldungen vorlagen. Die meisten Teilnehmer kamen unangemeldet erst zum Beginn der Tagung und beglichen dann erst die Tagungsgebühren, wodurch der Improvisationskunst der Bonner Kiwanis-Freunde deutliche finanzielle Grenzen gesetzt waren. Auch die Tatsachen, dass die Musikkapelle und die Bonner Schifffahrt, über die der Club einen Rheindampfer angemietet hatte, im Stich ließ, war nicht voraussehbar. Einige Bonner Kiwanis-Freunde sorgten stattdessen durch improvisierte humorvolle Vorträge für Stimmung.

 

Das Rahmenprogramm des Distriktstreffens umfasste einen Empfang im Haus des österreichischen Botschafters Gredler, einen Vortrag des Politikers Martin Bangemann, einen Ausflug auf dem Rhein mit der "Moby Dick" und einen Abschiedsempfang im Alten Rathaus. In Reden und Beschlüssen wehrten sich die Teilnehmer mit Blick auf die bevorstehende 10. Europa-Convention in London energisch gegen Bestrebun-gen, Kiwanis-Europa die weitgehende Selbständigkeit zu nehmen. Deshalb reiste nach London die bisher größte Bonner Delegation, die sich an einer Convention beteiligte; die Gelegenheit, England auf einer Rundreise kennenzulernen, wurde dabei von vielen genutzt.

 

Franz Hochradner blieb nicht das einzige Ehrenmitglied. Da die Verleihung der Life-Membership durch Kiwanis International pro Kopf 405 Dollar kostet, vergab der Club im Januar 2001 Club-interne (und damit kostenlose) Ehrenmitgliedschaften an KF Dr. Fred Stahl, KF Friedhelm Rentrop, KF Dr. Albert Lewalder und KF Clemens Honnigfort.

 

Wandertaler, Nikolaus und Tropfen im gelben Eimer

 

In die Rubrik „Geselligkeit in Bonn“ gehören der Besuch des Theaters "Central", des kleinsten deutschen Zimmer-Theaters, und Kontakte zum Zonta-Club, einem Damen-Club in Bad Godesberg. Zum letzten Mal gab es am 7.12.77 eine vom Kiwanis-Club arrangierte gemeinsame Veranstaltung der Bonner Service-Clubs Rotary, Lions, Round Table und Old Table, Zonta und Soroptimisten mit einem sogenannten "Goldenen Wander-Taler", der für "besondere Leistungen" der Zusammenarbeit weitergegeben wurde. Der Versuch, alle Clubs zusammenzubringen, gelang nur bedingt, machte aber allen Teilnehmern großes Vergnügen, nicht zuletzt durch die Beteiligung des Bonner Theaters Central.

 

KF Friedhelm Rentrop, 1977/78 Sekretär des Distrikts und ungezählte Male als Rechnungsprüfer für Distrikt und Club, sowie als Referent in Steuer- und Finanzfragen aktiv, monierte die völlig ungenügende Kosten-Nutzen-Analyse vieler Kiwanis-Treffen und rechnete vor: Zwei Tage bei der Europa-Convention 1978 in Kopenhagen kosteten 1.222,20 DM, aber der Aufenthalt bei der World-Convention in Miami Beach einschließlich eines Ausflugs zu den Bahamas kostete dagegen nur 1.293,10 DM. Er forderte, was auch der Club "nach oben" berichtete, mehr Kostenvoranschläge für die Planungen solcher Treffen anzufordern.

 

Ende 1986 hat der Bonner Club den Meeting-Turnus von 14-tägig auf feste Termine, den 2. und 4. Montag im Monat, umgestellt.

 

Bei dem Besuch im neuen Kunstmuseum im November 1992 versuchte Frau Dr. Lessmann, moderne Kunst verständlich zu machen. Als die um Verständnis für manche Modernitäten mit sich selbst und anderen ringenden, jedoch ehrlich bemühten Club-Mitglieder und ihre Frauen das letzte "künstliche Objekt" bewunderten, einen gelben Eimer, in den von der Decke des neugebauten Museums herab Tropfen fielen, stellte sich heraus, was niemand ahnte, dass es zwar ein Objekt, aber ohne jeglichen künstlerischen Wert und profan nur ein ganz gewöhnlicher Wassereimer der Putzfrau war, den sie dort hingestellt hatte, weil es durch das lecke Dach tropfte. Die grandiose Enttäuschung änderte aber nichts an der Neugier der Club-Mitglieder, wie die Besucherzahl der Ausstellung "Kultur der Päpste" oder der einmaligen Schau "Ein Traum in Gold" des sagenhaften Goldschatzes der Herrscher von Sipan in Peru im April 2001 ebenso bewies, wie der Besuch der Ausstellung "Paul Klee, August Macke und ihre Malerfreunde", der Gemälde-Ausstellung "Landschaften von Brueghel bis Kandinsky" im Oktober 2001, der Troja-Schau im Januar 2002, der Archäologie in Deutschland im Juli 2003 und der Azteken im Hochland von Mexiko im November 2003. Und Viele erfuhren beim Besuch der Thonet-Ausstellung in Boppard im Juni 2003, ob Stühle eine Seele haben oder nicht.

 

Können sich Kinder mit Sankt Nikolaus fotografieren lassen? Unglaublich, aber es ging auf dem Nikolaus-Markt in Bad Godesberg, wo Anfang Dezember 2001 engagierte Club-Mitglieder als Nikolaus-Helfer bei bitterer Kälte gespendete Erbsensuppe, Schmalzbrote und Glühwein verkauften, die Kinder mit Süßigkeiten beschenkten. Leider konnte eine bereits im zweiten Anlauf geplante "Nikolaus-Groß-Versammlung" der City-Marketing-Gesellschaft mangels Masse nicht in das "Guinness-Buch der Rekorde" aufgenommen werden. Es kamen nur hundert zusammen, der Rekord steht aber bei 657 (wie heißt die Mehrzahl von Nikolaus?). Der Reinerlös von 1000 Euro kam wieder der "Kinderinsel" zugute. Zum zweiten und zum dritten Mal in Folge (2002 und 2003) beteiligte sich der Club erfolgreich mit einem Stand beim Nikolaus-Markt in Bad Godesberg. Der Reinerlös betrug 1200 Euro.

 

Da kam Besuch aus Aberdeen

 

Über den Besuch des Kiwanis-Club aus Aberdeen/USA in Bonn vom 12. bis 15.8.78 berichtete KF Alfred Martin, der nach seiner zweijährigen Präsidentschaft im Bonner Club als vierter Bonner das Amt des Lt. Governors 79/80 und 80/81 innehatte:

"Als im vorigen Jahr der KC Aberdeen, einer Kleinstadt von 17.000 Einwohner im Staat Washington im äußersten Westen der USA, am Pazifik gelegen, anfragte, ob der KC Bonn einer 17-köpfigen Reisegruppe der Aberdeener Kiwanier während ihres Europa-Trips im Sommer 1978 für ein Wochenende gastfreundliche Aufnahme gewähren könnte, hatten wir Bonner selbstverständlich sofort zugestimmt. Die Schwierigkeiten kamen, wie stets mit den Detail-Angaben, die erst im Mai hier eintrafen. Die Gruppe, neun Kiwanier und acht Damen, würde nämlich ausgerechnet vom 12. - 15. August in Bonn weilen, am Wochenende der größten Urlaubs-Rückreisewelle in NRW und an den beiden ersten Schultagen. Trotzdem hielten wir die Zusage ein".

Hat den Aberdeenern der kostenlose und gastfreudige Aufenthalt in Bonn gefallen? Offenbar, nicht nur aus ihren Briefen ging das hervor: Im nächsten Jahr schickte Aberdeen 84 Jugendliche mit ihren Musik-Instrumenten auf die Reise nach Bonn, ein stattliches Orchester, das unter anderem in Berlin, Augsburg und München spielte, bevor es die Reise nach Florenz und Straßburg fortsetzte."

 

Kiwanis-Weltpräsident Merald Enstad besuchte am 14.10.1980 den Bonner Club und wurde, begleitet von Clubfreunden, von Bundespräsident Karl Carstens, dem Bonner Oberbürgermeister Dr. Hans Daniels und vom USA-Botschafter Walter J. Stoessel jr., dessen Vater Kiwanier war, empfangen.

 

Vorträge und die Neugier

 

Es würde für jeden Leser viel zu langweilig sein, alle Veranstaltungen und alle Vorträge der Reihe nach aufzuführen. Viele Vorträge im Club konnten an der Politik nicht vorbeigehen: Neben den Club-Freunden Oberst a.D. Leo Ernesti (seit März 67 für CDU im Bundestag), Friedhelm Rentrop (FDP) und Conrad Ahlers (SPD und seit 72 im Bundestag) sprachen die Bonner Kandidaten Alo Hauser (CDU) und Horst Ehmke (SPD). Ernesti und Ahlers hatten bei der Bundestagswahl 1980 nicht wieder kandidiert; KF Friedhelm Rentrop schaffte, nach anfänglicher Ungewissheit, ob die Stimmzahlen reichen würden, doch noch den Sprung in den Bundestag.

Bemerkenswert wegen des Themas war der Vortrag des katholischen Fernseh-Beauftragten Pater Burbach. Er sprach über "Die Schwierigkeiten der Morgenandacht".

 

Die 1992-er Vorträge von Botschaftern und Experten befassten sich mit der Lage am Golf, in China, der Europa-Union, in Island sowie in Afghanistan und mit der Frage "Wie liest man den Wirtschaftsteil der FAZ".

 

Die Erfahrung der vergangenen Jahrzehnte, dass Vorträge von Club-Mitgliedern besondere Aufmerksamkeit finden, bestätigte sich immer wieder. Es gab brillante Vorträge: KF Friedhelm Rentrop über „Erwartungen und Probleme der Wirtschaft“, KF Dietrich Gerlach über die „Kriegerischen Verwirrungen in Jugoslawien“, über den „Kaukasus“ und über die „Euphorie der Abrüstung“, KF Prof. Karl Sellier über den „Tod des Terroristen Grams in Bad Kleinen“, der reiselustige KF Dr. Sung Jung Kim über eine „Reise durch China“ und - um einige weitere zu nennen - über seine Visiten in Mexiko, Italien und am Nordkap, KF Dietrich Gross über einen „Besuch im unbekannten Usbekistan“ und über seine Betreuung durch Kiwanis bei einem Studienaufenthalt in den USA und Kanada, KF Dr. Wolfgang Koll über sein für viele unbekanntes Fachgebiet Afrika, KF Claus-Peter Müller über „Neue Viren und Medikamente“, KF Rudolf Fey über die "Ankunft des Euro“ und ein Jahr später über die „Auswirkungen der neuen Währung“, KF Hermann Sack über den „Umgang mit Medien“ und KF Dr. Manfred Wellenbeck über die Frage "Warum scheitern Fusionen?"

 

Über die "Waisenkinder des Universums, die Kurden, ihre Geschichte und Zukunft“ berichtete am 9.1.1995 der Kurdenführer Ali Homan Ghasi, dessen Vater das Eintreten für sein Volk vor Jahrzehnten mit seinem Leben bezahlen musste. Der Generaldelegierte für Palästina, Abdullah Frangi, berichtete über die immer noch ungelösten Probleme in Nahost.

 

Erstaunliche Dinge über die Lagerung von Erdöl-Produkten in unterirdischen Kavernen berichtete der neue Club-Freund Bräuhäuser und KF Prof. Selliers Thema lautete: "Kann man mit gestohlenem Plutonium eine Atombombe bauen?".

 

Ein Japaner übersetzte japanisch

 

Eine Überraschung gab es, als dem perfekt deutsch sprechenden japanischen Botschafter Keizo Kimura nach seinem Vortrag Ende April 1991 über die „Japanisch-europäischen Beziehungen“ Clubfreund Alfred Martin in japanisch lange Fragen stellte, die der Botschafter übersetzte, ehe er sie beantwortete. Sehr interessant war ein Vortrag des ehemaligen Chefdolmetschers Weber über seine "Erfahrungen unter sechs Bundeskanzlern".

 

Besondere Attraktionen waren ein Ausflug ins Ostasiatische Museum in Köln zur Besichtigung koreanischer Kunst und Vorträge von Dr. Wubbo Ockels, der notfalls als Astronauten-Ersatzmann für Dr. Ulf Merbold einspringen sollte, und des GSG 9-Chefs und Geisel-Befreiers in Mogadischu, General Wegener. „Wie geht es zu bei einem Start einer Ariane-Rakete in der Europäischen Weltraumstation in Kourou in Französisch-Guyana zu?“ Darüber berichtete Günther Bruchmüller sehr anschaulich und interessant sowie mit vorzüg-lichen Dia-Bildern und beantwortete viele Fragen.

 

Beim Clubabend am 28.9.1998, einen Tag nach der Bundestagswahl, gab es nur ein Thema "Das Wahlergebnis und seine Folgen". Ende Mai 2000 referierte das neue Club-Mitglied Götz Sperling über „Das Dayton-Abkommen und seine Erfahrungen und Eindrücke aus sechs Monaten Tätigkeit bei der OSZE in Bosnien und Herzegowina“. Diesem interessanten Vortrag wohnte auch das lange Zeit fast vergessene Ehrenmitglied Franz Hochradner bei, der mit großer Herzlichkeit und Freude empfangen wurde. Ein Vortrag 1993 von Dr. Bertele, der drei Jahre Botschafter in Israel war, mit dem Thema "Warum ist der Friedensprozess im Nahen Osten gescheitert?" war auch zehn Jahren später noch brandaktuell.

 

Sind die Bonner Kiwanis-Mitglieder neugierig? Die vielen neugierigen Fragen und die Zahl der Teilnehmer bestätigen es: So wurde natürlich das neue "Haus der Geschichte" besucht; das damals größte Radio-Teleskop der Welt in Effelsberg wurde besichtigt und den Radio-Signalen der Sterne gelauscht; die neu erbaute chinesische Botschaft war auch ein Objekt der Neugier ebenso wie das Weingut Broel in Rhöndorf;

die Kiwanier staunten über die langen "hemmungslos laufenden Papierbahnen" bei der Feinpapier-Fabrik Zanders; sie ließen sich im Januar 2003 in der "weißen Kugel" in Wachtberg-Berkum vom Chef der For-schungsanstalt für Angewandte Naturwissenschaften (FGAN) unter anderem über die große Menge Müll im Weltraum durch die Teile zerplatzter Raketen, informieren. Über den riesigen Weltraum hatte schon 1998 der Astrophysiker Prof. Gieseking in einfachen, unkomplizierten Sätzen seine staunenden Zuhörer informiert.

 

Interessant war ein Besuch im Jumbo-Club der Lufthansa im Dezember 1989, aber interessanter waren Besuch und Vortrag im Konrad-Adenauer-Flughafen in Köln-Wahn und das Wundern darüber, dass dort in nur vier Nachtstunden von UPS (United Parcel Service) 145.000 Expresspakete umgeschlagen werden.

 

Dass den mit einer Schachtel Pralinen beschenkten Besuchern das Wasser im Munde zusammenlief, als sie im März 2003 die 15.000 angebotenen leckeren Köstlichkeiten aus 80 Ländern der Welt im Feinschmecker-Paradies der Firma Rungis in Meckenheim besichtigten, ist ihnen als genussvolle Abwechslung zu geistigen Genüssen nicht zu verdenken.

 


Das alte Denkmal der Satzung

 

Aus Anlass des 15-jährigen Bestehens des Clubs im Jahr 1981, das mit einer Feier im Kreise der 28 Club-Freunde mit ihren Damen begangen wurde, war auf Anregung von Präsident Clemens Honnigfort beschlos-sen worden, die Geschichte des Clubs zu schreiben, um sie vor der Vergesslichkeit zu bewahren und neuen Mitgliedern ein Bild des Clubs zu geben.

 

Es war eine mühsame Arbeit, der sich die Autoren unterzogen: KF Helmuth Dolff und KF Dr. Fred Stahl durchwühlten die Akten der ersten fünf Jahre der Club-Existenz; KF Hans Pakleppa und KF Alfred Martin übernahmen die zweite Periode; KF Gerhard Krüger und KF Clemens Honnigfort bearbeiteten die letzten fünf Jahre und übernahmen die Schlussredaktion aller drei Teile.

 

Die Arbeit erforderte Zeit und manches machte Nachfragen nötig, nach so langer Zeit verständlich. Zu Weih-nachten 1981 war die Chronik fertig; sie wurde 1995 ergänzt und in einer Neufassung gestrafft. Die dritte Fassung Anfang 2004 raffte weitere markante und interessante Ereignisse der Club-Geschichte zusammen.

 

Es gibt "Merkmale zum Denken" vieler Art und manche müssen ab und zu erneuert werden. Es kann auch nötig sein, ein solches "Denkmal" nicht mehr zu beachten, weil sein Sinn nicht mehr verständlich ist. Ein

Vorstandsbeschluss vom Juni 1977 lautete: "Es hat sich in letzter Zeit eingebürgert, dass von einer der Tradition unseres Clubs entsprechenden Mindestwartezeit für Neu-Mitglieder von etwa 6 - 8 Monaten weit-gehend abgewichen wurde. Oft sind Gäste, die nur ein- oder zweimal zu Veranstaltungen erschienen waren, bereits in den Club aufgenommen worden. Dies ist von verschiedenen Mitgliedern gerügt worden. Der Vor-stand hat deshalb beschlossen, wieder zum traditionellen Verfahren mit angemessener Wartezeit zurückzu-kehren."

 

Es gab auch eine lebhafte Diskussion darüber, ob der Club das allgemeine "Duzen" einführen sollte, wie es in einigen Clubs gang und gäbe war. Das wurde von den meisten abgelehnt und so blieb es bei dem normalen "Sie" und unter Freunden beim "Du".

 

Im Amtsjahr 1986/87 monierte das Amtsgericht ungenaue Formulierungen und unklare Paragraphen in der 20 Jahre alten Satzung. Statt der verlangten "drei Vizepräsidenten" wurden zum Beispiel in der renovierten Satzung nun "bis zu drei Vizepräsidenten" verlangt, Unklarheiten der Amtszeiten beseitigt und es wurde geregelt, dass der Rücktritt eines Präsidenten nur in einer Mitgliederversammlung erfolgen könne. Diese Satzungs-Reparatur wurde von den Mitgliedern gebilligt. Eine vom Präsidenten vorgeschlagene generell neue Formulierung der Satzung, um keineswegs beabsichtigte, jedoch mögliche Verstöße gegen unbeachtete Paragraphen zu vermeiden, scheiterte am 24.11.86 an dem Wunsch, die "Satzung der Gründungszeit" sozusagen als "Denkmal" zu behalten.

 

Zwölf weitere Jahre lang blieb das "Denkmal" stehen. Der Präsident Hermann F. Sack dankte 1998 den Club-Freunden Jochen Lewalder, Bernhard Schneider und Helmut Decker für ihre beharrliche Arbeit an einer neuen Satzung, die mit kleinen redaktionellen Änderungen einstimmig angenommen wurde. Im Protokoll schrieb der Sekretär: "Als Fortschritt gegenüber der alten sichert sie die volle steuerliche Anerkennung der Spenden und erfüllt die Anforderungen des Amtsgerichtes, des Finanzamtes und von Kiwanis international. Sie soll daher als Modell auch auf Distriktebene dienen."

 

Stallwachen und die freudige Erinnerung an Regen

 

In der sommerlichen Ferienzeit, in der keine regulären meetings stattfinden, also in der Zeit der "Stall-wachen", die jene trösten sollen, die nicht an sonnigen Gestaden weilen können, gab es zumeist kleinere Treffen von Interessenten im Club-Restaurant. Das änderte sich, als KF Dietrich Gerlach in den Sommerferien am 11.7.83 zu einem Gartenfest in sein Rheinbacher Haus einlud. Alle Gäste waren voll des Lobes, beson-ders über die nach norddeutscher Art "handgefertigte" Rote Grütze der Hausfrau. Auf diesem Fest erinnerten sich Clubfreunde mit Vergnügen an die vielen Einladungen in das Haus ihres KF Dr. Albert Lewalder und dabei speziell an das siebente Treffen am 10. August 1981. Es war völlig verregnet, was zum drangvoll engen Zusammenrücken unter dem schirmenden Dach am Außenkamin zwang und darum besonders gemütlich wurde.

 

Es gab eine charmante Einladung in das Haus von KF Friedhelm Rentrop in Bad Godesberg und eine überaus lustige Busfahrt zu und von Willcke in Scheuerheck, sowie am 21.7.86 ein leuchtend weiß-gelb dekoriertes Sommerfest auf saftig grünem Gartenrasen des Hauses von KF Helmut Klein in Köln. Es bot einen so farbenfrohen Anblick, dass sich der Wettergott offensichtlich gezwungen sah, aufkommende drohend-dunkle Regenwolken zu verscheuchen. Vergleichbares war beim Clubfreund Dr. Manfred Wellenbeck bei prächtigem Sonnenschein im heißen Sommer 2003 gar nicht notwendig.

 

Die Stimmung bei den Familien Klein und Romberg im August 1999 wurde durch den Vorschlag eines Club-Mitgliedes charakterisiert, in Zukunft statt der Clubabende nur noch Stallwachen abzuhalten.

Unvergesslich dürften auch das Treffen an einem lauen Sommerabend 1991 bei Präsident Dr. Sung Iun Kim mit koreanischen Köstlichkeiten und die zauberhaft-gemütliche Stallwache bei Präsident Dieter Struzyna am 24.8.92 bleiben.

 

Einen "ungewöhnlichen“ Außentermin gab es am 28.6.93: Eine mehrstündige Fahrt mit der weißen "Bönnschen Bimmel", einer sehr gepflegten altertümlichen Straßenbahn auf Einladung des Präsidenten Karl-Heinz Zechner. Wir fuhren von Dransdorf bis nach Königswinter und zurück bis Dottendorf, mit Kölsch und vorzüglichen Wurtsorten. An den Haltestellen gab es heitere und staunende Gesichter der Wartenden, wenn sie diese "fröhliche Bahn" sichteten, aber nicht einsteigen durften. KF Prof. Dr. Karl Sellier, der seine Club-Freunde mit einem Vortrag über seine ereignisreiche Reise durch Libyen im März 1996 in größte Spannung versetzt hatte, spendierte zum Ende seiner zweijährigen Präsidentschaft diese gemütliche Bimmel-Fahrt. Und ebenso gemütlich war ein von KF Dietrich Gross organisierter Hausmusik-Abend im April 1995.

 

In der jahressüblichen Sommerpause 1997 begrüßte KF Jochen Lewalder nach erfolgreich verlaufenem Wohnungsumzug seine Clubfreunde und ihre Frauen zu einem sehr gemütlichen Juli-Abend auf der Terrasse seines neuen Hauses.

 

Ein Sommernachts-Treffen an einem lauen August-Abend unter bunten Lampions an einem bläulich-gleißenden Schwimmbad bei KF Dietrich Gross am Berghang in Niederholtorf verdiente nach Meinung von Romantikern unter den Clubfreunden "alle Ehre und Verherrlichung".

 

Beim ersten Clubabend nach der Sommerpause 1998 wurde rühmend berichtet, dass viele Clubmitglieder und ihre Frauen die Gastfreundschaft der Ehepaare Renate und Jörg Franzen, sowie Ingeborg und Dieter Lieser in ihren schönen Häusern und Gärten genossen haben, wofür ihnen neben dem rühmenden Lob der Gäste auch der Vorstand offiziell seinen herzlichen Dank aussprach.

Die Stallwache des Club-Freundes Götz Sperling und seiner Ehefrau Hanne in Wachtberg Ende Juli 2000 wurde als eine "Fünf-Sterne-Stallwache" gelobt. Stallwachen gab es 2002, garniert mit viel Charme und Herzlichkeit, im "Chateau Wellenbeck" und bei KF Dieter Lieser in Troisdorf.

 

 

Höhere Beiträge und ein Sparschweinchen

 

Im September 1983 war der Mitgliederstand des Bonner Clubs inzwischen auf 28 abgesunken. Als Trost kam da ein Besuch im Kölner Kabarett "Senftöpfchen" gerade recht, zumal sich auch noch die Zahlen des künftigen Etats als nicht besonders gut präsentierten. Das machte am 28. November 1983 in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung eine Erhöhung des jährlichen Mitgliedsbeitrages von 180 auf 240 DM nötig, zumal auf der Convention in Wien, an der KF Dietrich Gerlach und KF Helmut Decker teilgenom-men hatten, höhere internationale Beiträge beschlossen worden waren. Außerdem wurde beschlossen, ein Sparschweinchen zu kaufen, in das Clubfreunde überzähliges Kleingeld einwerfen sollten. Aber das nutzte auch nichts; am Horizont drohte die Euro-Umstellung, oftmals als halbe Katastrophe befürchtet.

 

In aller Gelassenheit setzte am 8.Okt. 2001 die Mitgliederversammlung den monatlichen Beitrag auf elf Euro oder 132 Euro im Jahr fest und forderte als Fehlgeld bei entschuldigter Abwesenheit fünf Euro und das Doppelte bei einer Abwesenheit ohne Entschuldigung. Und diese Gelder - so wurde einstimmig den Mitgliedern empfohlen - sollten zur Vereinfachung der Kassenführung mit Einzugsermächtigungen jeweils zu Beginn eines Geschäftsjahres vom Konto abgebucht werden. Vom Mitgliedsbeitrag mussten 2003 an Kiwanis International 42 Euro abgeführt werden.

 

Ende Oktober 1987 gab es einen Mitgliederbestand von 32. Die Zahl sank im Verlauf der Jahre. Mit der Aufnahme von Dirk Lieser und des Unternehmensberaters Dr. Manfred Wellenbeck vom KC Taunus verfügte der Club 2002 über 24 Mitglieder. Ende Juni wurde unter besonders herzlichem Beifall das (auch altersmäßig) jüngste Mitglied in den Club aufgenommen, der Werbeexperte Frank Hagenhoff. Mit ihm hatte der Club nun wieder 25 Mitglieder, denen es um den Standort Bonn nicht bange sein muss, wie der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg, Michael Swoboda in einem Vortrag meinte. Bonn habe den vor elf Jahren durch den Bonn-Berlin-Beschluss des Bundestages - seine Meinung: "einer der besten Beschlüsse für die Region" - verursachten Strukturwandel bestens bewältigt. So wurde der Umzugs-Verlust von ca. 16.000 Arbeitsplätzen durch 22.000 neue mehr als kompensiert. Selbst bei Weggang aller Minister würde Herr Swoboda den letzten Minister noch mit einem Blumenstrauß verabschieden. Nach Ansicht der Stadtkämmerers Dr. Ludger Sander in einem Vortrag Ende Oktober 2002 gibt der Haushalt der Stadt Bonn zwar nicht zu Freudensprüngen Anlass, steht aber im Vergleich zu manch' anderen Städten in etlichen Punkten besser da.

 

 

Eine dreistöckige Torte trug die Zahl 25

 

Ende Oktober 1988 - Präsident Dr. Wolfgang Koll war erst wenige Wochen im Amt - schloss das Club-Lokal Hotel Steigenberger im Bonn-Center seine Pforten. Clubfreund Dieter Struzyna vermittelte als neue vor-läufige Bleibe das "Restaurant am Tulpenfeld", das den Club mit einem letzten Essen am 23. April 1990 verabschiedete.

 

 

Der Club zog dann in das unter Regie unseres KF Dieter Struzyna in Rekordzeit erbaute "Hotel Maritim" in Bad Godesberg um, wo das Motiv eines Vortrages des Clubfreundes Arno Kuhnt (Schriftsteller-Pseudonym Kuno Arnt) über die "Lehre vom Essen" ebenso beherzigt wurde wie im Steigenberger Hotel, wo das Wirken von KF D. Struzyna anhand der Menükarten der fast 400 Club-Treffen von Anfang November 1969 bis Ende Oktober 1988 eindeutig als sehr lecker illustriert werden kann.

 

Drei Tage vor der 25-jährigen Wiederkehr der Annahme der Kiwanis-Statuten besichtigte der Club am 25.3.91 mit Damen nach einem guten Abendessen das neue Gästehaus der Bundesregierung, das traditionsreiche Hotel Petersberg. Beim nächsten Treffen gab es zur Feier des Tages eine Überraschung mit einer dreistöckigen Torte des Hotels Maritim zur 25-Jahre-Existenz des Clubs. Es wurde ein Plauder-Abend, dem Clubfreund Hommen Glanzlichter aufsetzte, als er amüsante Episoden aus dem Manuskript seines "Auto-Buches" vorlas.

 

Eine offizielle Feierlichkeit zum 25-jährigen Bestehen gab es am 14. Oktober 1991 im Rahmen der Amtsübergabe von Präsident Dr. Sung Iun Kim an KF Dieter Struzyna. Sie wurde vom Streichtrio der Geschwister Kimiko mit Musik von Luigi Boccherini umrahmt und auch das Menü war der Feierlichkeit angemessen:

 

Rinderkraftbrühe mit Markklößchen

Kalbsrückensteak in Morchelrahmsauce und Rosmarinjus

Zucchinigemüse und Tomatennudeln

Geburtstagstorte "25 Jahre Kiwanis-Club Bonn"

 

Nach einem Grußwort von Lt. Governor Rainer Grillo ließ KF Friedhelm Rentrop - er gehört als einziger noch zu dem Kreis der 25 Personen, die mit ihren Unterschriften am 28. März 1966 die Kiwanis-Statuten anerkannten - in seiner Festrede die Anfangsjahre der Gründungszeit wieder lebendig werden und würdigte die Bemühungen von KF Dr. Albert Lewalder, der dem Club die weitaus meisten Mitglieder zuführte. KF Dr. A. Lewalder wurde deshalb unter großem Applaus auch die Ehre zuteil, die mit der Zahl "25" geschmückte Geburtstagstorte" anzuschneiden.

 

Sozusagen als "Lohn der guten Taten" gab es zum Jahres-Abschluss 2002 ein festliches Weihnachtsessen in unserem Clublokal, dem Hotel Maritim:

 

Petersilienwurzelsuppe mit Croutons

Geschmorte Keule der Barbarie-Ente mit Cassissoße,

glasierten Maronen, Rotkohl und gebratenen Semmeltalern

Törtchen von Lebkuchen-Mousse mit karamellisierten Mandeln und Glühweinkirschen

Reisen und Kiwanis auch im Internet

 

Reiselustig war der Club schon immer. Die Reisen zu Conventions wurden von den in die Tagungsorte entsandten Repräsentanten des Bonner Clubs zumeist genutzt, um auf eigene Kosten noch einige Tage eine Rundreise anzuschließen.

 

"Mit Wehmut denke ich zurück an die vielen Reisen durch Europa, die uns von Sizilien bis in den hohen Norden nach Island geführt haben. Unvergessliche Erlebnisse sind mit den Aufenthalten in England, Norwegen, Österreich-Ungarn, Schweiz, Holland, Prag und anderen Orten verbunden". Mit diesen Worten kündigte KF Dr. Albert Lewalder für Juni 1996 eine Reise in die baltischen Staaten an, die Clubfreund Dietrich Gerlach organisierte. Mit einer erfolgreichen Reise nach Breslau, Krakau, in die Hohe Tatra und das Riesengebirge, nach Dresden und Meißen, an der 23 Personen teilnahmen, hatte er bereits sein Organisa- tionstalent bewiesen. Ebenso glanzvoll war eine Reise nach Danzig und Umgebung Ende Juni 1998. Eine mehrtägige Ostblock-Reise des Clubs nach Prag im Mai 1987 verlief, wie eine frühere nach Budapest, ohne größere Komplikationen.

 

Präsident Wolf Steinweg besaß sogar den Mut, mit dem erfahrenen Freizeit-Kapitän KF Helmut Decker zur Europa-Convention nach Bergen in Norwegen zu segeln, um damit, wie gesagt wurde, den "Angriff der Normannen" zu erwidern, die 882 mit ihren Segelschiffen bis nach Bonn vordrangen.

 

Das Kiwanis-Jahr 1996 begann mit einem temperamentvollen und interessanten Vortrag des neuen Präsiden- ten Hermann Friedrich Sack über den „Umgang mit Medien und Computern“. KF H. Sack, der schon einmal über interessante Tücken im Umgang mit Medien berichtet hatte, eröffnete damit eine Zeit des Nachdenkens über das Computer-Zeitalter im Club und im Kiwanis-Distrikt.